Das Apple Magic Keyboard für das iPad Pro und Air im Test

Das Apple Magic Keyboard für das iPad Pro und Air ist die bisher Premium Tastatur für die Tablets. Doch lohnt sich die Anschaffung? Das erläutert dieser Beitrag.

Das Magic Keyboard ist die Premium Tastatur für die iPad Pro und Air-Serie (Link). Allerdings ist mit dem Begriff Premium auch der Preis gemeint. Für die große Variante sind knapp 400,00 € fällig, für die 11″ Variante immerhin noch knapp 340,00 €. Seit kurzem kann das Magic Keyboard auch mit dem neuen iPad Air genutzt werden.

Schwebendes iPad und stufenloser Einstellwinkel

Als im Frühjahr das neue iPad Pro vorgestellt wurde, erblickte auch das Magic Keyboard das Licht der Welt. Sehr auffällig war das Design, da das iPad aussah, als ob es über der Tastatur schwebte. Gegenüber seinem Vorgänger dem Smart Keyboard Folio, kann ich den Einstellwinkel stufenlos (im Einstellbereich von ca. 80° – 130°) einstellen. Das ist nicht nur für die täglich Arbeit hilfreich, auch bei Videokonferenzen finde ich das sehr angenehm. So komme ich nicht halb abgeschnitten bei meinem Gegenüber an.

Magic Keyboard für das iPad Pro
Magic Keyboard für das iPad Pro

Auch für die ergonomische Arbeit ist es besser als bei seinem Vorgänger. Dadurch, dass das iPad etwas höher schwebt, schaut man mit einem anderen Winkel auf das iPad. Die Wirbelsäule sagt ganz leise Danke dafür.

Tastatur und Touchpad inklusive

Die Tasten der Tastatur sind mit einem Scherenmechanismus versehen, was das Tippen sehr angenehm macht und die Tastatur nicht mehr so anfällig für Fehlfunktionen macht, wie noch die Tasten der Vorgängermodelle des MacBook Pros.

Allerdings kommt diese Tastatur ohne jegliche Funktionstasten. Auch die Escape-Taste glänzt vor Abwesenheit. Ich habe das Problem dadurch gelöst, dass ich die Taste unten links (die mit dem Globus) als Escape-Taste konfiguriert habe. Das kannst Du in den Einstellungen der Tastatur vornehmen.

Bei der kleineren 11″-Variante sind manche Tasten auch auf die Hälfte zusammengeschrumpft worden. Das hat denselben Grund, wie die fehlenden Funktionstasten. Es fehlt einfach der Platz.

Magic Keyboard für das iPad Pro
Der Blick von oben.

Aber nicht nur das. Dem Magic Keyboard wurde auch ein Touchpad spendiert. Dieses Touchpad ist genauso gut zu bedienen, wie das Touchpad der Macbooks. Natürlich ist die Fläche etwas kleiner und es hat auch keinen Force Touch. Es kann jedoch Gesten und ist sehr präzise. Das Touchpad reagiert sowohl auf festen Druck mit einem Klickgeräusch genauso wie auf leichte Berührung.

Die meisten Fails, die man mit dem Touchpad erlebt, liegen eher an den Apps als an dem Touchpad selbst. Denn manchmal lassen sich Funktionen nur mit Touch oder Pencil oder Touchpad bedienen. Ich habe da schon die verschiedensten Sachen erlebt. Meistens ist der Grund eine nicht vollständige Unterstützung aller Eingabegeräte.

Beleuchtete Tastatur

Wahrscheinlich kennst Du das auch. Man sitzt abends vor dem Fernseher, hat wenig Licht an und versucht die Tasten zu finden. Das gehört jetzt der Vergangenheit an, da die Tasten beleuchtet sind. Durch die schmalen Spalten neben den Tasten dringt auch etwas Licht, was die Beleuchtung etwas diffuser erscheinen lässt.

Auch wenn es zu Beginn Meldungen gab, dass die beleuchtete Tastatur ein Akkufresser sei, ist dem nicht so. Bisher habe ich da keinen negativen Effekt feststellen können. Die Tastatur schaltet die Beleuchtung auch nach etwa einer halben Minute ohne Tastaturanschlag automatisch ab.

Zusätzlicher USB-C Anschluss an der Seite

Das Magic Keyboard hat an der linken Seiten einen zusätzlichen USB-C Anschluss. Der ist jedoch nur für das Laden zuständig. Du kannst also keine weiteren Geräte dort anschließen. Das ist natürlich schade, wäre eine coole Sache gewesen, wenn man das Magic Keyboard als Dockingstation hätte benutzen können.

Haptik und Gewicht

Apple wäre nicht Apple, wenn sich das Magic Keyboard nicht wertig anfühlen würde. Und das tut es. Vor allem im zugeklappten Zustand. Denn dadurch, dass die Tastatur bzw. die Hülle kaum aufträgt, behält das iPad seinen schlanke Formfaktor.

Apple Magic Keyboard für das iPad Pro und Air
Apple Magic Keyboard für das iPad Pro und Air

Das Magic Keyboard ist schwer. Es bringt ca. 700g für die kleine und ca. 800g für die große Variante auf die Waage. Dadurch ist auch sehr stabil. Da wackelt kaum etwas, auch Taps auf das Display bringt es nicht in Wallung. So kann ich auch mit dem Pencil im Affinity Designer oder in ProCreate zeichnen, ohne dass alles wabert und vibriert.

Was nicht so gut ist

Natürlich gibt es auch ein paar Sachen, die nicht perfekt sind. Das ist zum einem der Preis. 340,00€ bzw. knapp 400,00€ sind erstmal kein Pappenstiel. Das will gut überlegt sein.

Dazu kommt das relativ hohe Gewicht. Zusammen mit dem iPad wiegt die Kombination mehr wie ein MacBook Air.

Dann die fehlenden Funktionstasten. Ich habe mich damit abgefunden und nutze entweder die Hardware-tasten für die Lautstärke oder das Kontrollzentrum.

Der fehlende Kantenschutz scheint für viele auch ein KO-Kriterium zu sein. Ich finde allerdings es sieht so viel schicker aus und ich habe da auch nicht das Bedürfnis, dass alles irgendwie gepolstert sein muss. Bisher ist nie was passiert und ich glaube, wenn es mal fällt, dann zu einem Zeitpunkt, wo ich gar keine Hülle drum habe. Allerdings ist mir mein iPhone 11 auch schon einige Male hingefallen (und nicht lachen: sogar einmal dreimal an einem Tag). Immer auf Fliesen und nie ist nur eine Macke dran gewesen.

Gibt es eine Kaufempfehlung von mir?

Jein. Denn das ist immer so eine Sache. Wenn Du viel tippst und das iPad beruflich als Laptopersatz nutzt, so wie ich es tue, dann ja. Da wird es nichts besseres geben. Nutzt Du das iPad mehr um zu zeichnen, Videos zu schauen, zu surfen, zum spielen, dann würde ich eher sagen, dass es etwas günstigeres auch tut.

Also beobachte genau, was Du so den lieben langen Tag am iPad tust, um eine Entscheidung zu treffen. Wenn Du allerdings eine schlanke Hülle suchst, mit Tastatur und Touchpad, dann wird es keine Alternative dazu geben.

Mich interessiert Deine Meinung zu dem Magic Keyboard. Hinterlasse mir doch einen Kommentar.

2 Gedanken zu „Das Apple Magic Keyboard für das iPad Pro und Air im Test“

  1. Subjektiv: Schreibgefühl ähnlich dem Butterfly-Keyboard des MacBook?
    Oder vergleichbar mit einer anderen Tastatur deines Vertrauens?

    Habe leider bisher häufig bei Flipcovern, Bluetooth-Tastaturen und Co. kein so tolles Tippgefühl vorgefunden.

    Alternative Lösungen, wie ein gutes Dock, gibt es ja sonst leider auch nicht, um eigene Peripherie an den Start zu bekommen.

    Antworten
    • Vom Tippgefühl würde ich eher sagen, dass es eher wie das alte Magic Keyboard ist (Du weißt, das Silberne mit den weißen Tasten und dem runden Batteriefach). Vielleicht einen Ticken moderner. Aber Du weißt und merkst, dass Du nen Tastenanschlag hattest.

      Antworten

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