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Die Hausaufgaben mit Trello organisieren

Während der Corona-Krise bleiben die Schulen geschlossen, um die Verbreitung der Virus einzudämmen. Die Folge davon ist, dass alle Schülerinnen und Schüler (SuS) zu Hause den Schulstoff bearbeiten müssen. Je nach Organisation der Schule bekommen die Schüler ihre Aufgaben per WhatsApp, Email oder über einen Schulserver. Aber gleich, wie die Aufgaben an die SuS vermittelt werden, es gibt die Herausforderung die anstehenden Aufgaben zeitlich zu organisieren, damit diese zum richtigen Zeitpunkt abgegeben werden können. Trello ist eine App, mit der Du sehr einfach Aufgaben organisieren und diese Schritt für Schritt abarbeiten kannst. Damit ist Trello wie gemacht für die Organisation der Hausaufgaben. Und das beste dabei ist, dass der kostenlose Account von Trello dafür völlig ausreichend ist.

Die Herausforderungen für Eltern und die Schülerinnen und Schüler

Neben den vielen sozialen Herausforderungen, die die Stay-At-Home-Phase während der Corona-Krise mit sich bringt, müssen die Eltern plötzlich die Rolle von Lehrern übernehmen. Dazu kommt, dass die Hausaufgaben, die die Lehrer ihren SuS übermittelten unterschiedlichen Umfang haben und auch zu völlig unterschiedlichen Zeiten erledigt werden müssen. Und das alles neben dem eigenen Beruf im Kopf zu behalten, ist nicht immer einfach.

Meine persönliche Situation

Vor der gleichen Situation stand ich auch bei meinem Sohn. Vor den Ferien kamen die Hausaufgaben per Email (mal als PDF, mal als verwackeltes Foto, mal in einem Uralt-Word-Format,…), allerdings meistens ohne Abgabetermin. In den Osterferien kümmerte sich die Schule um einen sogenannten Schulserver. Mit iServ - so heißt das Produkt - war schon mehr Struktur drin. Über einen Aufgabenbereich können die Lehrer/innen Aufgaben hochladen, die SuS diese dann downloaden, erledigen und die Ergebnisse wieder hochladen. Mit den Aufgaben kamen dann auch die Abgabetermine. Die waren nicht irgendwie einheitlich, wie z.B. Abgabe bis Freitag 15.00 Uhr, sondern maximal unterschiedlich. Manches am Freitag, manches Montags, anderes hatte sogar eine 2 Wochen Frist. Und das Volumen für ein Fach war häufig so groß, dass die Aufgaben unmöglich an einem Tag erledigt werden konnten.

Was ist überhaupt Trello?

Trello ist ein Webdienst, der Dir frei konfigurierbare Arbeitsbereiche, die sogenannten Boards, anbietet, mit denen Du alles mögliche organisieren, planen usw. kannst. Du kannst es alleine verwenden oder mit einem Team. Das Team können natürliche Freunde/Bekannte sein oder auch Deine Familie.

Mit Trello kannst Du alles Mögliche organisieren. Von einfachen ToDo-Listen bis zu komplexen Projekten.

Die Boards können einen Arbeitsvorgang in mehreren Schritten abbilden oder aus mehreren einzelnen Listen bestehen, in denen Du Deine Todos verwaltest. Erweiterbar sind die Boards auch. Es gibt Power-Ups, mit denen Du das Board funktional erweitern kannst und den Butler, der Dich dabei unterstützt, immer wiederkehrende Aufgaben auf dem Board zu automatisieren.

Trello gibt es in einer Free-Version, bei der Du lediglich nur 1 Power-Up und nur eine Automatisierung pro Automatisierungstyp verwenden kannst. Aber damit kommt man schon sehr weit. Und alles was ich im folgenden beschreibe ist mit einem Free-Account gemacht worden.

Wie starte ich mit Trello?

Das einfachste ist, wenn Du mit Deinem Webbrowser auf die Trello Webseite gehst und dort ein neues Board anlegst. Es gibt eine Menge Vorlagen für Boards, so dass Du nicht bei 0 anfangen musst.

Es gibt auch eine sehr gute App für iOS und Android. Diese ist natürlich ebenfalls kostenlos und kann hier geladen werden.

Die Trello-App für iOS und Android laden

Organisation mit dem Trelloboard

Das Trelloboard ist sehr einfach aufgebaut. Es besteht aus 7 Spalten: Aufgaben, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Abgegeben. Die Spalten mit den Wochentagen beinhalten die geplanten Hausaufgaben an den entsprechenden Tagen, während neu Hausaufgaben in der Aufgabenspalte verbleiben. Alles was erledigt und bereits wieder auf den Schulserver hochgeladen wurde, befindet sich in der Spalte Abgegeben.

Das Hausaufgaben-Trello-Board hat Spalten für jeden Wochentag und jeweils eine Spalte für neue und erledigte Aufgaben. Damit bekommst Du sehr schnell einen Überblick, was an jedem Tag erledigt werden muss und was noch ansteht bzw. schon erledigt ist.

Damit das Board ein wenig designed aussieht, hat jede Spalte eine Karte mit einem Bild, das als Spaltenkopf fungiert. Das macht das Board etwas ansehnlicher und - wie ich finde - sieht auch recht chic aus. Denn das Auge arbeitet bekannterweise mit 😊

Neue Aufgaben anlegen

Eine neue Aufgabe auf dem Board ist schnell eingegeben. Es wird eine neue Karte in der Spalte Aufgaben angelegt. Der Titel ist einfach der Name des Fachs, der Abgabetermin ist das Fälligkeitsdatum und die Aufgaben, falls als Datei verfügbar, kann als Anhang mit gespeichert werden. So hat man immer alles zusammen an Ort und Stelle.

Jede Karte hat als Titel den Namen des Fachs, eine Abgabetermin (hier Fälligkeitsdatum), ein Label, welches den Aufwand für die Aufgabe beschreibt und ggfs. einen Anhang mit der Aufgabenbeschreibung.

Planung der Woche

Am Montag setzen wir uns zusammen und planen die Woche. Zumindest mit den Aufgaben, die dann bereits da sind. Kommen später noch Nachzügler rein, passen wir das noch an. Da der Aufwand für jedes Fach unterschiedlich ist haben wir noch Labels benutzt. Rote Labels bedeuten, dass die Hausaufgaben viel Aufwand und Zeit bedeuten, gelbe Labels sind so mittelprächtig und Aufgaben mit grünen Labels sind relativ schnell erledigt.

Für die Planung ist das ein wichtiger Aspekt und hat auch mit dem Fälligkeitsdatum zu tun. Aufgaben mit einem roten Label sind nicht an einem Tag zu schaffen. Während Aufgaben mit gelben Labels an einem Tag machbar sind. Dann aber eben nur diese eine Aufgabe. So können wir die Woche planen, an welchem Tag was gemacht werden soll.

Zusätzlich habe wir ein Power-Up aktiviert, dass anzeigt, wenn an einem Tag zu viel geplant ist. Das haben wir auf die denkbar einfache Art und Weise gemacht, in dem wir pro Tag angegeben haben, wieviele Aufgaben (sprich: Trello-Karten) pro Tag eingeplant werden dürfen. Dabei muss man die Karte, die als Spaltenkopf dient mit einberechnen. Sind zu viele Aufgaben an einem Tag geplant, wird die Spalte farbig hinterlegt.

Über die Spaltenlimits kann man sehr gut erkennen, wenn für einen Tag zuviel geplant wurde. Wenn möglich, sollten solche Überplannungen vermieden werden, da die Situation für die Kinder eh schon belastend genug ist.

Aufgaben abgeben

Wenn die Aufgabe erledigt ist, wird diese direkt mit der Kamerafunktion der App des Schulservers fotografiert und hochgeladen. In der App wird die Aufgabe dann als erledigt markiert. Dasselbe machen wir dann in Trello, in dem wir die Karte per Drag’n’Drop auf die Spalte Abgegeben schieben. Dadurch wird auch das Fälligkeitsdatum abgehakt und grün markiert.

Ganz rechts siehst Du eine Aufgabe, die abgegeben wurde. Das Fälligkeitsdatum wurde dabei automatisch durch die Butler-Automatisierung erledigt und grün hinterlegt.

Diese Funktion kann man im Butler des Trello-Boards konfigurieren. Der Butler unterstützt einem bei bestimmten Automatisierungen, so dass man immer wiederkehrende Funktionen nicht per Hand ausführen muss. Dem Butler habe ich eine Regel verpasst, die besagt, dass automatisch das Fälligkeitsdatum auf Erledigt gesetzt werden soll, wenn eine Karte auf die Spalte Abgegeben geschoben wird.

Den Butler kann man leider nicht aus der App heraus konfigurieren, dafür musst Du das Board in Deinem Webbrowser aufrufen.

Zu guter Letzt

Die Einrichtung hat nicht besonders lange gedauert, aber sowohl meinem Sohn, wie auch mir hilft es bei der Organisation der Hausaufgaben. Mal sehen, ob wir das auch nach der Krise weiter fortführen. Erfolgreich ist diese Vorgehensweise schon, da mein Sohn jetzt etwas Struktur in seinen Tag bekommt, der ihm mit dem Wegfall des Unterrichts ja genommen wurde. Und in dem Alter sind die Kinder auch noch nicht auf Selbstorganisation vorbereitet.

Wie organisierst Du die Aufgaben Deines Kindes während der Stay-At-Home-Phase. Ist es bei Euch auch so ein Chaos mit den Aufgaben? Leider gibt es an der Schule meines Sohnes keinerlei Aktivitäten Richtung Unterricht per Videokonferenz. Ist das bei Dir genauso?

Foto von Thorsten Kamann

Über Thorsten Kamann

Mein Name ist Thorsten Kamann und ich bin Dozent, Fotograf und Agile Coach aus Dortmund. Ich interessiere mich sich für digitale Themen, neue Arbeitsweisen/-modelle und Technik , stehe aber all diesen Themen auch kritisch gegenüber. Meine Fotografien kannst Du auf PICTOR PHOTOGRAPHY anschauen.

Dortmund, Germany https://twitter.com/thorque

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