Mein neues iPad – App Empfehlungen

Du hast ein neuen iPad bekommen und fragst Dich, was Du damit alles Tolles machen kannst und welche Apps Du dafür verwenden kannst? Mein Beitrag listet Dir mögliche Anwendungsfälle auf und schlägt Dir dazu Apps vor, die Du unbedingt ausprobieren solltest.

Nun hast Du es: Dein neues iPad. Und Du hast nicht nur das iPad, sondern auch den Apple Pencil und eine Tastatur dazu. Aber was kannst Du eigentlich alles damit machen? Natürlich fällt Dir im Web surfen, Netflix und Facebook ein. Aber da geht natürlich noch mehr, als nur diese Aktivitäten. Wofür Du Dein iPad noch alles nutzen kannst, erläutert Dir dieser Beitrag und gibt Dir viele App Empfehlungen.

Ich habe diesen Beitrag in Themenbereiche gegliedert. So findest Du leicht den Bereich, der Dich am meisten interessiert. Am Ende eines jeden Themenbereichs findest Du eine Aufstellung der erwähnten Apps mit Link und ungefähren Kosten.

Am Ende des Beitrags, hast Du auch die Möglichkeit, mir eine App vorzuschlagen, damit sie hier mit erscheint. Ich probiere sie dann aus und erwähne sie in dem entsprechenden Themenbereich.

Letzte Änderungen

11.01.2021: Ich habe Mylio (Bildbearbeitung), Autodesk Sketchbook und Concepts (beide Zeichnen & Design) hinzugefügt.

Notizen

Dein iPad ist das bessere Notizheft. Nicht nur, dass Du handschriftliche Notizen mit dem Apple Pencil (oder einem anderen Eingabestift) machen kannst. Nein, auch per Tippen lassen sich hervorragend Notizen anfertigen. Damit nicht genug: die handschriftlichen Notizen lassen sich auch in Text umwandeln, so dass Du diese Notizen auch in anderen Apps weiterverwenden kannst.

Apple Notizen

Kostenlos starten kannst Du mit dem Erfassen von Notizen mit der Notizen-App von Apple. Neben den üblichen Funktionen für handschriftliche und getippte Notizen, kann die App Webadressen und Telefonnummern in handschriftlichen Texten erkennen. Die Synchronisation findet über die iCloud statt, dh. Du kannst auf Deine Notizen mit jedem Apple Gerät und per Browser zugreifen.

GoodNotes, Notability und Noteshelf

Diese 3 Apps sind die Platzhirsche, wenn es um handschriftliche Notizen geht. Interessanterweise bieten alle 3 einen ähnlichen Funktionsumfang und kosten auch etwa dasselbe. Alle 3 kommen bisher ohne Abomodell aus, dh. die App musst Du nur einmal kaufen und kannst die dann Deinen Familienmitgliedern frei zur Verfügung stellen.

Diese 3 Apps unterstützen beliebige Notizbücher, bei denen die Notizen auf einzelnen Seiten erfasst werden können. Dabei sind das keine unendlichen Seiten, wie bei Apple Notizen, sondern die Seiten sind so groß, wie das Display deines iPads. Falls Du die Seite vollgeschrieben hast, fängst Du eine neue an, wie bei einem Notizheft aus Papier.

Notion

Notion ist eine App, mit der Du deutlich mehr machen kannst als nur Notizen zu erfassen. Diese App ermöglicht es Dir Wissensmanagement aufzubauen. Dazu gehört auch die Möglichkeit Notizen zu erfassen. Dabei unterstützt Notion jedoch keine handschriftlichen Notizen sondern nur getippten Text. Falls Dich der Funktionsumfang von Notion interessiert, kannst Du hier gerne meinen Beitrag zu Notion lesen.

Und noch 2 weitere Apps

Ich möchte Dir noch 2 weitere Apps mit auf den Weg geben. Zum einem ist das Agenda. Agenda ist eine Notizen-App, die Notizen an Termine und andere Kalendereinträge binden kann. Die Idee dahinter ist es, dass man oft in Meetings sitzt und dort mitschreibt. In herkömmlichen Notizbüchern oder Apps ist es dann schwierig, den Mitschrieb schnell wiederzufinden. Dieses Problem löst Agenda und ist vom Funktionsumfang vergleichbar mit Apple Notizen. Agenda hat ein Abomodell. Die Abogebühr ist jährlich zu entrichten und richtet sich nach den zu verwendeten Geräten.

Die andere App nennt sich Nebo und ist am ehesten mit GoodNotes & Co vergleichbar. Was diese App so erwähnenswert macht, ist die Möglichkeit Texte, Formeln und mehr direkt während des Schreibens in Text umwandeln zu lassen. Formeln können sogar aufgelöst und ausgerechnet werden. Falls Du damit öfter zu tun hast, ist diese App auf jeden Fall einen Blick wert. Nebo kann per In-App-Kauf erworben werden.

Alle Apps in der Übersicht

Apple Notizen0,00 €
GoodNotes 58,99 €
Notability9,99 €
Noteshelf10,99 €
Notion0,00 €
Agenda16,99 € – 28,99 €/Jahr
Nebo8,99 €

Bildbearbeitung

Nun kommen wir zum Thema Bildbearbeitung. Um Fotos zu bearbeiten und aufzuhübschen gibt es unzählige Apps im AppStore. Manche sind wirklich sehr gut und häufig eine gute Wahl, aber es gibt auch viele Apps, die es einfach nicht bringen. Ich beschränke mich hier erstmal auf Apps, die man ernsthaft als (Hobby-)Fotograf auf dem iPad verwenden kann.

Adobe Lightroom für das iPad

Aus meiner Sicht geht nichts an dieser App vorbei. Neben einer guten Bildverwaltung liefert Lightroom alle Werkzeuge für die Entwicklung und Bearbeitung von Fotos (RAW und auch JPGs) mit. Was den Unterschied zu anderen Apps macht, sind die lokalen Anpassungen. Damit kannst Du Bereiche in Bildern maskieren und anpassen. Ebenso gibt es radiale und lineare Verlaufsmasken, die sehr einfach zu bedienen sind. Somit sparst Du Dir häufig die Bearbeitung in Photoshop oder Affinity Photo, was Dich deutlich produktiver macht. Ebenfalls kannst Du RAW-Bilder mit der integrierten Kamera-App von Lightroom machen.

Lightroom gibt es im Rahmen der Creative Cloud mit eigenem Cloudspeicher. Benötigst Du nur Lightroom mit moderat großem Speicher sind die monatlichen Kosten sehr übersichtlich.

Adobe Photoshop für das iPad

Auch Photoshop gibt es für das iPad. Allerdings in einem stark abgespeckten Funktionumfang. Leider ist die Weiterentwicklung dieser App nicht so schnell, wie ich es sich viele wünschen. Die Funktionen, die die App anbietet, funktionieren aber soweit gut. Auch das Zusammenspiel mit Lightroom ist durchdacht. Photoshop ist leider nur im Rahmen der Creative Cloud für Fotografen erhältlich und kostet somit mindestens 10,99 € im Monat.

Affinity Photo

Affinity Photo ist der große Konkurrent für Photoshop. Und nicht nur auf dem iPad sondern auch auf Mac oder Windows. Affinity Photo für das iPad hat denselben Funktionsumfang wie der Bruder auf dem Desktop. Somit kannst Du neben den ganzen Bearbeitungsfunktionen auch HDRs, Panoramen und Fokuskombinationen auf dem iPad erstellen. Die Ergebnisse sind genauso wie Du es erwarten würdest und es gibt keinen Unterschied zwischen den Varianten für das Tablet und dem Desktop.

Die Affinity-Produkte kommen sämtlich ohne Abomodell aus. D.h. Du kaufst die App einmalig und bekommst für diese Produktversion alle Updates kostenlos. Zusätzlich kannst Du die App über die Familienfreigabe Deinen Familienangehörigen zugänglich machen.

Pixelmator

Von Pixelmator gibt es 2 Apps, die sich für die Bildbearbeitung gut eignen. Pixelmator gibt es schon sehr lange und es war auf dem Mac sehr lange die einzige ernsthafte Konkurrenz zu Photoshop. Inzwischen gibt es Pixelmator Pro auch für das iPad. Es ist eine wirkliche Alternative zu Affinity Photo und Photoshop. Es hat zwar nicht den riesigen Funktionsumfang von Affinity Photo aber es ist auf jeden Fall ausreichend, um Bilder zu bearbeiten.

Pixelmator Photo ist eher in Konkurrenz zu Lightroom zu sehen. Es setzt direkt auf die Fotos-App von Apple auf und bietet alle notwendigen Werkzeuge, um JPGs und RAW-Fotos in Geltung zu setzen. Einzig die lokalen Anpassungen und die Verlaufsfilter fehlen, was mich davon abhält auf Pixelmator Photo umzusteigen.

Beide Apps von Pixelmator sind über einen normalen Einmalkauf zu erwerben. Somit können beide Apps auch über die Familienfreigabe weitergegeben werden.

Snapseed

Snapseed ist eine App von Google, welche lange die führende App für die Fotobearbeitung auf dem iPad war. Die App hat unzählige Funktionen und kommt auch gut mit RAW-Fotos klar. Leider wird die App nicht mehr weiterentwickelt und ist auch von der Bedienung nicht ganz perfekt.

Mylio

Mylio ist eine App, mit der Du Bilder und Dokumente verwalten kannst. Das Alleinstellungsmerkmal hier ist, dass diese App dafür keinen Cloudservice nutzt, sondern über das gemeinsame WLAN die einzelnen Geräte synchronisiert. Wenn zu Deinen Geräten ein Desktop oder Laptop gehört, kannst Du auch Deine NAS mit integrieren und hast automatisch ein Backup Deiner Daten. Mit Mylio kannst Du beliebige Dokumententypen verwalten. Für Fotos gibt es einen Editor, der für übliche Bearbeitungen völlig ausreicht. Daneben gibt es noch ein GPS- und ein Face-Detection-Modul.

Mylio ist für bis zu 3 Geräten und 25000 Dateien kostenlos. Mit einem Pro-Account kannst Du mehr Geräte, mehr Dateien und bekommst obendrein auch noch einen Editor für RAW-Fotos zur Verfügung gestellt.

Alle Apps in der Übersicht

Adobe Lightroomab 4,99 €/Monat
Adobe Photoshopab 10,99 €/Monat
Affinity Photo21,99 €
Pixelmator Pro5,00 €
Pixelmator Photo8,99 €
Snapseed0,00 €
Mylio0,00 €

Videobearbeitung

Kommen wir nun von den statischen zu den bewegten Bildern. Auch Videobearbeitung gehört zu den Dingen, die inzwischen auch auf dem iPad erledigt werden können. Und dabei reden wir nicht nur von kurzen TicToc- oder Instagram-Videos, sondern von längeren Videos mit mehreren Audio- und Videospuren. Deswegen beschränke ich mich in diesem Themenbereich auch auf Videoschnitt-Apps.

iMovie

Fangen wir direkt mit dem Klassiker im Apple-Universum an. iMovie ist die erste Wahl, wenn man mit dem Videoschnitt anfangen will. Es ist sehr auf Anfänger zugeschnitten und ist obendrein auch kostenlos. Dafür bietet es nicht so viele Funktionen an, aber dafür wird man auch nicht mit Funktionen überladen und kommt relativ schnell zu ansehnlichen Ergebnissen.

Adobe Premiere Rush

Rush ist die mobile und abgespeckte Version von Adobe Premiere. Es bietet schon mehr als iMovie, für sämtliche Funktionen benötigt man allerdings ein Creative Cloud Abo. Hast Du bereits ein entsprechendes Abo, dann wäre Rush eine gute Wahl. Rush unterstützt mehrere Video- und Audiospuren, einiges an Effekten und Übergängen.

LumaFusion

Nun kommen wir zum Klassenprimus. LumaFusion bietet wirklich alles, was man für den Videoschnitt benötigt. Neben vielen Audio- und Videospuren, sind viele professionelle Bearbeitungswerkzeuge verfügbar. Chroma- und Luma-Key, Unterstützung für LUTs und die Verwendung von professionellen Videomaterial sind nur einige der vielen Features. Dabei reagiert die App recht schnell und sie wird aktiv weiterentwickelt. Allerdings ist der Einstieg nicht unbedingt selbsterklärend. Da helfen aber viele youTube-Videos weiter.

Ein Knackpunkt ist natürlich der hohe Preis. Mit über 30,00 € rangiert die App schon im oberen Preissegment. Dafür ist es kein Abomodell, sondern eine Einmalzahlung inkl. der Vorteile kostenloser Updates und Unterstützung der Familienfreigabe.

Alle Apps in der Übersicht

iMovie0,00 €
Adobe Premiere Rushab 5,49 €/Monat
LumaFusion32,99 €

Zeichnen & Design

Schon bei den Notizen profitierst Du sehr vom Apple Pencil. Nun setzen wir noch einen drauf und schauen, was im Bereich Zeichnen & Design noch so alles geht. Das iPad fördert Deine Kreativität, da es dich nicht so stark an einen Arbeitsplatz bindet, wie ein stationäres Desktopsystem oder ein Laptop mit Grafiktablett. Der Pencil sorgt auch für ein direkteres Arbeiten, da Du an derselben Stelle das gezeichnete siehst, an der Du die Linie gezeichnet hast. Das ist bei einem Grafiktablett meist etwas anders.

Procreate

Fangen wir direkt mit der App zum Zeichnen an: Procreate. An dieser App geht kaum etwas vorbei. Vollgepackt mit Zeichenfunktionen und Pinseln ist diese App die erste Wahl, wenn es um Pixelgrafiken geht. Die Zeichnungen sind Ebenen-basiert, es können beliebig viele Pinsel verwendet werden, es gibt Perspektiv- und Bildbearbeitungswerkzeuge, der Zeichenprozess kann aufgezeichnet werden und inzwischen können Zeichnungen animiert werden.
Procreate erhältst Du ohne Abo. Somit sind Updates kostenlos und die Familienfreigabe wird auch unterstützt.

Adobe Fresco

Auch Adobe’s Creative Cloud bietet ein Zeichenprogramm an. Das nennt sich Fresco und bietet in etwa dasselbe wie Procreate an. Es gibt nicht ganz so viele Funktionen an, aber hat zusätzlich eine Unterstützung für Vektorpinsel. Du kannst somit Vektor- mit Pixelpinseln mischen. Darüberhinaus bietet Fresco auch realitätstreue Wasserfarb- und Ölpinsel an, bei denen die Farben ineinander verlaufen. Du kannst sogar die Wasseraufnahme bestimmen. Allerdings bekommst Du alle Funktionen erst mit einem Abo mit der Creative Cloud.

Adobe Illustrator

Schauen wir uns die nächste App aus der Creative Cloud an. Illustrator kennst Du wahrscheinlich vom Desktop. Dort ist es die meistgenutzten App für Illustration, Designs & Co auf Vektorbasis. Seit Herbst 2020 gibt es den Illustrator auch endlich für das iPad. Der Funktionsumfang ist schon beachtlich und die App passt sehr gut zu den anderen Produkten, wie Photoshop und Fresco. Adobe verspricht die kontinuierliche Weiterentwicklung. Die Zukunft wird zeigen, ob das schneller geht als bei Photoshop.

Falls Du bereits ein Abo der Creative Cloud für alle Apps hast, kannst Du Illustrator für das iPad einfach so verwenden. Falls nicht, gibt es ein separates Abo nur für diese App.

Affinity Designer

Genauso wie bei Photoshop gibt es für den Illustrator mit dem Affinity Designer eine Konkurrenz aus dem Haus SerifLabs. Und auch hier, ist der Funktionsumfang dem des Illustrators auf dem iPad weit überlegen. Alles was Du auf dem Desktop mit dem Affinity Designer machen kannst, kannst Du auch auf dem iPad machen. Besonders erwähnenswert ist die nahtlose Integration von Pixel und Vektorebenen. Und natürlich kannst Du Dateien von Affinity Photo auch direkt im Designer öffnen und bearbeiten (und umgekehrt auch).

Wie Affinity Photo kannst Du den Affinity Designer auch mit einer Einmalzahlung erwerben. Updates dieser Version sind kostenlos und auch die Familienfreigabe wird unterstützt.

Vectornator

Nach den relativ teuren Apps ist der Vectornator erfreulich günstig: er kostet nämlich nichts. Wie der Name schon sagt, kannst Du mit dem Vectornator auch Vektorgrafiken erstellen. Der Funktionsumfang ist zwar nicht ganz so groß wie beim Affinity Designer aber auf jeden Fall mehr als ausreichend. Ein Augenmerk liegt beim Vectornator bei der Erstellung von UI-Designs von Apps oder Webseiten. Den Vectornator gibt es auch für den Desktop, somit kannst Du die Arbeiten nahtlos zwischen Deinen Endgeräten teilen.

Autodesk Sketchbook

Diese App ist am ehesten mit Procreate zu vergleichen. Auch hiermit kannst Du ganz hervorragend Pixelgrafiken erzeugen. Es gibt viele Pinsel und Werkzeuge und somit viele Möglichkeiten sich kreativ auszuleben. Autodesk Sketchbook ist inzwischen kostenlos und die Alternative zum kostenpflichtigen ProCcreate.

Concepts

Concepts verfolgt einen anderen Ansatz wie Procreate oder Affinity Designer. Es bietet eine unendliche Arbeitsfläche mit vielen Werkzeugen. Die Idee hinter der App ist es erstmal, eine App zu haben, mit der man Konzeptzeichnungen erstellen kann. Dann liegen auch ihre Stärken. Allerdings kannst Du mit Concepts auch genauso zeichnen, wie mit anderen Zeichen-Apps auch.

Figurative

Da wir grade über UI-Design gesprochen haben. Figma ist ein web-basierter Service, mit dem Du Apps und Websites entwerfen kannst. Allerdings wird der Pencil im Webbrowser von Figma leider nicht unterstützt. Figurative ist eine App, die diese Unterstützung und ein paar Komfortfunktionen beisteuert. Leider ist diese Lösung seit iOS 14 nicht mehr ganz so smooth, aber man kann noch damit arbeiten.

Alle Apps in der Übersicht

Procreate10,99 €
Adobe Frescoab 10,99 €/Monat
Adobe Illustratorab 10,99 €/Monat
Affinity Designer21,99 €
Vectornator0,00 €
Autodesk Sketchbook0,00 €
Conceptsab 5,49 €/Monat oder 30,99 €/Jahr
Figurative0,00 €

Office-Apps

Nach den vielen spannenden Themen, müssen wir jetzt auch eher die nicht so aufregenden Apps ansprechen. Benutzt Du Dein iPad auch beruflich kommst Du an den sogenannten Office-Apps nicht vorbei. Auch im privaten Umfeld ist es manchmal praktisch eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation oder ein Präsentationstool an der Hand zu haben.

Microsoft Office 365

Bei dem Begriff Office denkt man natürlich an Microsoft und die Office-Suite mit den Programmen Word, Excel und Powerpoint. Inzwischen sind die Programme auch in die Cloud gewandert und es gibt abgespeckte Versionen für das iPad. Leider sind die Versionen wirklich sehr funktionsreduziert und Microsoft macht keine gute Figur bei der iPad Unterstützung. Für einfache Arbeiten reichen die Apps auf jeden Fall und das zeitgleiche Bearbeiten von Dokumenten ist problemlos möglich.

Pages, Numbers, Keynote

Auch Apple bietet entsprechende Apps an. Im Gegensatz zu den Microsoft-Apps ist hier viel mehr möglich und die Apps sind vergleichbar mit ihren Desktop-Varianten. Falls Du nicht unbedingt mit den Microsoft-Apps arbeiten musst, sind Pages, Numbers und Keynote vielleicht sogar die bessere Alternative. Mit Keynote kannst Du übrigens auch wunderbare Animationen erstellen und als Video exportieren.

Alle Apps in der Übersicht

Microsoft Wordab 6,99 €/Monat als Paket
Microsoft Excelab 6,99 €/Monat als Paket
Microsoft Powerpointab 6,99 €/Monat als Paket
Apple Pages0,00 €
Apple Numbers0,00 €
Apple Keynote0,00 €

Webdesign & Programmierung

Das iPad kann vieles. Aber die Entwicklung von Apps oder Webseiten gehört nicht zu seinen Kernkompetenzen. Gewisse Dinge kann man jedoch auch mit dem iPad erledigen, aber wenn Du eine App oder eine Webseite programmieren willst, dann solltest Du lieber auf ein Macbook oder ähnliches zu greifen.

Working Copy

Working Copy ist ein Git-Client, mit dem Du Deine Repositories auf GitHub, Bitbucket oder Gitlab verwalten kannst. Diese App ist vollgepackt mit Funktionen, die Du bei der Arbeit mit Git benötigst und erweitert die Dateien-App auf Deinem iPad. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit per SSH den Inhalt eines Repositories auf einen Server synchronisieren zu lassen und im Anschluss einen Befehl auszuführen. Somit kannst Du z.B. Dein Projekt auf einen Raspberry Pi synchronisieren und das Projekt dort kompilieren lassen.
WorkingCopy kannst Du kostenlos verwenden, falls Du nur mit lokalen Repositories arbeiten willst. Ansonsten benötigst Du die Pro-Features.

iSH Shell

Diese App ermöglicht es Dir ein Linux Subsystem auf Deinem iPad einzurichten. Grundsätzlich hast Du dadurch die Möglichkeit Docker oder ähnliches auf Deinem iPad zu installieren und auszuführen. Auch iSH Shell nistet sich in der Dateien-App ein, somit hast Du die Möglichkeit direkt auf die Dateien des Subsystem zuzugreifen.

Secure Shellfish

Falls die öfters auf entfernte Server mit SSH und SFTP zugreifen musst, dann bietet sich diese App an. Hiermit verbindest Du Dich mit dem entsprechenden Server und kannst über die Dateien-App auf die Dateien und Verzeichnisse zugreifen. Secure Shellfish kannst Du monatlich abonnieren oder mittels Einmalzahlung erwerben.

Inspect Browser

Du kennst wahrscheinlich die Web Developer Tools von Chrome, Firefox oder Safari auf dem Desktop. Insight ist eine App, die ähnliche Features bietet. Mit dieser App kannst Du Dir den Aufbau der Seitenelemente ansehen, CSS inspizieren und ändern, Dir Deine Seite in verschiedenen Auflösungen ansehen und manches mehr. Den Inspect Browser bekommst Du für einmalig 8,99 €.

Textastic Code Editor

Nach den vielen Verwaltungsapps, nun ein Texteditor. Mit Textastic kannst Du beliebige Quelltexte erfassen. Für sehr viele Sprachen bekommst Du auch Syntax-Coloring. Dabei unterstützt Textastic jegliche Erweiterung der Dateien-App. Du kannst also direkt Dateien eines Repositories öffnen, die mit Working Copy oder Secure Shellfish verwaltet werden. Natürlich kannst Du mit dieser App auch direkt Dateien auf einem entfernten Server (SFTP, WebDAV, Dropbox, iCloud, Google Drive,…) öffnen, ohne eine Zusatzapp zu benötigen. Textatstic bekommst Du per Einmalzahlung.

Alle Apps in der Übersicht

Working Copy21,99 €
iSH Shell0,00 €
Secure Shellfish3,49 €/Monat oder 29,99 € einmalig
Inspect Browser7,99 €
Textatstic Code Editor 10,99 €

Zusammenarbeit

Zusammenarbeit ist mit der wichtigste Aspekt in der heutigen Arbeitswelt. Glücklicherweise gibt es viele Apps, die Zusammenarbeit – auch online – fördern. Clouddienste spielen bei diesem Thema natürlich eine wichtige Rolle, da dadurch Dokumente mühelos geteilt werden können. iOS war dabei immer schon Vorreiter, da die Teilen-Funktion schon immer ein integraler Bestandteil des Betriebssystem war.

Zoom Cloud Meetings

Zoom ist inzwischen in aller Munde. Und das nicht zu unrecht. Es ist einfach ein Online-Meeting zu starten, sogar eine Siri-Unterstützung ist mit an Bord. Du kannst Fotos, Videos oder den ganzen Bildschirm teilen und es gibt sogar ein integriertes Whiteboard.

Zoom als Teilnehmer zu verwenden ist kostenlos. Genauso wie 1:1 Meetings. Sind mehrere Personen in einem Meeting ist die maximale Länge auf 40 Minuten beschränkt. Für längere Meetings braucht eine Person einen Pro-Account.

Microsoft Teams

Auch Microsoft Teams hat einen Boom im Jahr 2020 erlebt. Es ist eng mit dem Office 365 verknüpft. Falls Du die anderen Microsoft-Apps auch nutzt, bietet sich Teams quasi von selbst an. Leider hat es nicht ganz so viele Funktionen im Bereich der Videokonferenzen wie Zoom. Auch verfälscht Teams gerne mal Farben (relevant, wenn Du zusammen an Designs mittels Screensharing arbeitest). Der große Pluspunkt ist, dass Teams auch Textchats unterstützt.

Slack

Einst war Slack der Primus unter den Zusammenarbeittools. Leider hat sich Slack nicht weiterentwickelt. Es gibt auf dem iPad kein Screensharing oder Videotelefonie. Für reine Textchats ist Slack aber nach wie vor eine brillante App.

Miro: collaborative whiteboard

Miro war früher als RealtimeBoard bekannt. Im wesentlichen ist es ein unendliches Whiteboard, das mit extrem vielen Funktionen bestückt ist. Du kannst mit sehr vielen Leuten gleichzeitig an einem Board arbeiten, es hat eine Screensharing und Videofunktion. Miro kannst Du im Browser oder als App verwenden. Leider ist der kostenlose Account sehr eingeschränkt. Für die volle Bandbreite an Funktionalität wird ein kostenpflichtiger Account benötigt.

Microsoft Office 365

Microsoft Office 365 habe ich weiter oben schon mal vorgestellt. Mit den Apps Word, Excel und Powerpoint kann man ohne weiteres auch in Echtzeit zusammenarbeiten. Da geht sehr gut über die Apps (iPad oder Desktop) und der Webbrowser-Version.

Pages, Numbers, Keynote

Auch Apple hat seinen Apps eine Zusammenarbeitsfunktion spendiert. Das funktioniert im wesentlichen so wie bei Office 365. Auch hier geht es über die Desktop- und mobilen Apps genauso wie über den Webbrowser.

Notion

Auch Notion habe ich weiter oben schon mal vorgestellt. Hast Du einen Team-Account für Notion, dann kannst Du auch mit mehreren Personen an einem Dokument arbeiten. Das fördert die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch ungemein.

Alle Apps in der Übersicht

Zoom Cloud Meetings0,00 €, ggfs. Pro-Account erforderlich
Microsoft Teams0,00 €, auch enthalten in Office 365
Slack0,00 €, ggfs. Pro-Account erforderlich
Miro0,00 €, ggfs. Pro-Account erforderlich
Microsoft Wordab 6,99 €/Monat als Paket
Microsoft Excelab 6,99 €/Monat als Paket
Microsoft Powerpointab 6,99 €/Monat als Paket
Apple Pages0,00 €
Apple Numbers0,00 €
Apple Keynote0,00 €
Notion8,00 $ / Monat und Benutzer für Team-Account

Neue App vorschlagen

Natürlich ist das hier nur eine kleine Auswahl von Apps. Alle diese Apps habe ich jedoch schon mal benutzt oder nutze diese immer noch. Hast Du eine App, die in diese Liste gehört, dann schlag sie mir doch vor.


    Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten für die Bearbeitung meiner Anfrage gespeichert werden.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Du in den Kommentaren, die ein oder andere Meinung zu den Apps hinterlässt. Viele der Apps habe ich selbst ausprobiert und es würde mich interessieren, welche davon Du auch benutzt.

    Schreibe einen Kommentar

    Das könnte Dich auch interessieren

    Mit Trello Vorlagen schneller neue Boards gestalten

    Mit Trello Vorlagen schneller neue Boards gestalten

    Trello ein universelles Werkzeug, wenn Du Aufgaben für Dich selbst oder ein Team organisieren willst ...
    Weiterlesen …
    Mein papierloses Büro - Papierkram mit der iCloud digitalisiere

    Mein papierloses Büro – Papierkram mit der iCloud digitalisieren

    Mit der iCloud kannst Du einfach Dein papierloses Büro realisieren. Mit der integrierten Scan-Funktion fügst ...
    Weiterlesen …
    Die Hausaufgaben mit Trello organisieren

    Die Hausaufgaben mit Trello organisieren

    Trello eignet sich für alle möglichen Aufgaben. Warum nicht auch für Hausaufgaben? Wie Du Deine ...
    Weiterlesen …